Kongo - Grundcichlide

lat. Name:
Lamprologus congoensis

Erstbeschreibung:
Schilthuis 1891

Herkunft:
Fast der gesamte Kongo-Bereich

Größe:
max. 12 cm (Weibchen wenig kleiner)

Geschlechtsunterschiede:
Die Weibchen dieser Art sind heller und schlanker. Meist haben sie eine senkrechte Streifenzeichnung. Die Männchen hingegen können einen leichten Stirnbuckel herausbilden und nehmen bei Dominanz eine fast schwarze Grundfärbung an. Die Rücken- und Afterflosse der Männchen sind weiter ausgezogen, wobei die Rückenflosse die Mitte der Schwanzflosse erreichen kann.

Futter:
Allesfresser. Vor allem Lebendfutter. Hier besonders Mückenlarven (lebend oder gefrostet). Jedoch wird andere Nahrung nicht verschmäht und gierig angenommen. Selbst pflanzliche Kost wird gerne als Abwechslung akzeptiert.

Aquarium:
ab 120 cm

Wasserwerte:
sehr flexibel, wichtig sind selten die Wasserwerte, eher ein sauberes Wasser (regelmäßige Wasserwechsel)
PH 6,5-7,5, GH 5-18°, Kh 5-10°

Sozialverhalten:
In einem großen Buntbarschaquarium wirken diese Fische sehr ruhig. Deshalb sollte man diese Fische unbedingt in einer Gruppe halten, dies steigert das Wohlbefinden und die Findung eines harmonisierenden Paares. Die Fische können sich gut gegenüber anderen Buntbarschen durchsetzen. Deshalb ist eine Vergesellschaftung mit anderen Cichliden aus Westafrika anzuraten.

Zucht:
Höhlenbrüter mit Paarbindung.
Man sollte ihm kleine Höhlen mit einen sehr engen Eingang bieten. Dabei wird die entsprechende Höhle vom Weibchen gewählt und das Männchen herangeführt. Sie lockt das Männchen in den typischen Gesten (zittern und querstellen) um dann die Eier im Höhlendach abzulegen. Das Weibchen bewacht die Brut, welche nach ca. 3 Tagen schlüpft und nach weitern 6 Tagen aufschwimmt. Ab jetzt sollte man mit Cyclops - Nauplien zufüttern. Als Zusatz fütterte ich gerne zerstossene Welstabletten und Staubfutter. Dabei verlief das Wachstum relativ schnell.

Beschreibung:
Der Lamprologus congoensis ist ein relativ schlanker gestreckter Fisch. Seine Grundfärbung ist Grau und kann je nach Stimmung ca. 7 Querstreifen abzeichnen. Die Schuppenränder sind nicht so deutlich wie bei Lamprologus mocquardi. Bei Lamprologus mocquardi geht die Schuppenzeichnung schräg über den Körper, was bei Lamprologus congoensis nicht der Fall ist. Weiterhin wirkt Lamprologus congoensis gedrungener was auf das kürzere Kopfprofil zurück zu führen ist.

Dieser Fisch wird öfters im Fachhandel angeboten. Ob es sich dabei wirklich um den Lamprologus congoensis handelt, wage ich nicht genau zu bestimmen. Derzeit kommen immer wieder Fische in den Handel die dem Lamprologus congoensis sehr ähnlich sehen, jedoch von der Körperform und der Schuppenzeichnung dem bekannten Lamprologus congoensis, abweichen. Es ist zu bezweifeln das es sich hier um ein und die selbe Art handelt. Hier warten wir einfach noch eine Weile. Vielleicht wird hier ebenfalls schon an einer neuen Revision gearbeitet?

Lamprologus congoensis  Lamprologus congoensis