Teleogramma depressum

Erstmals beschrieben wurde der Teleogramma depressum im Jahre 1976 von Roberts und Stewart.

Dabei bewohnt der Teleogramma depressum wie der Teleogramma brichardi die schnellen Stromschnellen des Kongoflusses. Hier werden immer wieder die Regionen um Kinshasa und Brazzaville genannt.

Vom Aussehen ist der Teleogramma depressum schwer vom Teleogramma brichardi zu unterscheiden. Er soll zwar deutlich abgeflachter sein, doch gibt es hier auch rundere Standortvarianten. Aber auch beim Teleogramma brichardi soll es flachere Varianten geben.

Ein deutliches Indiz jedoch sind die höher stehenden Augen und ein kräftigerer Unterkiefer. So zu mindestens konnte ich meine Tiere auseinander halten.

Weiterhin sind meine Teleogramma depressum deutlich intensiver grau gefärbt und der weiße Rückenflossensaum wirkt somit intensiver.

Vom Verhalten sind die Teleogramma depressum arttypisch. Interartlich sind sie relativ aggressiv, jedoch anderen Aquarienbewohnern gegenüber eher zurück haltend.

Ich selber pflegte, nach langer Suche, 2 Männchen und 2 Weibchen. Die Männchen bezogen schnell sehr schmale Spalten in den eingebrachten Steinaufbauten. Diese wurden aus Schieferplatten und Kieselsteinen zur Verfügung gestellt. Die Weibchen hingegen hielten sich zwar in der Nähe der Steinaufbauten auf, doch wurden die Spalten eher selten genutzt.

Nach einigen vergeblichen Versuchen die erworbenen Teleogramma depressum stabil zu halten, versuchte ich es nun einmal mit einer relativ starken Unterströmung und einem senken des PH-Wertes. Diesen stellte ich auf 6,8-7,2 ein. Mit Erfolg, denn nun schienen die erworbenen Tiere sich wohl zu fühlen.

Nun konnte ich sogar die ersten zaghaften Balzversuche eines Weibchens miterleben. Doch sollten diese Versuche noch nicht von Erfolg gekrönt sein. Hier schien das umworbene Männchen wenig Interesse an der Vermehrung zu haben.

Aber Geduld ist ja des Aquarianer Tugend.

Mit der Zeit tummelten sich in dem 300 Liter Aquarium noch eine Reihe Steatocranus tinanti, Steatocranus gibbiceps und einige regionfremde L-Welse. Doch eines Tages, nach einem größeren Wasserwechsel und einer Temperaturabsenkung von ca. 3°C, konnte ich erneut intensive Annäherungsversuche eines Weibchens zu einem Männchen beobachten. Dabei färbte sich das Weibchen in ein fast schwarz. Das Weibchen suchte förmlich die Nähe eines Männchens. Dabei legte es alle Flossen an und sobald das Weibchen in T-Stellung zum Männchen stand, ging es mit Krümmungen und aufstellen der Flossen zur Sache. Nun reagierte auch das Männchen und beide Tiere verschwanden in einer der Steinaufbauten.

Ich war guter Dinge nun doch bald Nachwuchs begrüßen zu dürfen. Doch sollte mir auch dieses Mal das Glück vergönnt bleiben. Am nächsten Morgen lagen beide Teleogramma depressum tot im Aquarium. Leider weis ich bis heute nicht, wie es zum plötzlichen Ableben kam. Eine Vermutung jedoch hält sich aufrecht.

Hier gehe ich davon aus, das das Paar in eine Höhle zurück zog in der normalerweise ein L 114 Kaktuswels seinen Stammplatz hat. Hier wurden sie dann von dem Tier überrascht und tot gebissen, da die L 114 doch sehr Revierfest sind schließe ich andere Möglichkeiten aus.

Mit der Zeit habe ich nur noch ein Teleogramma depressum Männchen und hoffe nun auf die jährlich wieder kehrenden Importe. Vielleicht bietet sich hier wiederum die Möglichkeit diese interessanten Tiere zu erstehen und dann erfolgreich zu pflegen und zu vermehren.

Drückt mir einfach mal intensiv die Daumen, denn dann wird dieser Bericht auch vervollständigt.