Kokosnuss

und die Entstehung kleiner Höhlen

Heute möchte ich Euch die Herstellung von Höhlen aus der Kokosnuss in Bild und Text etwas näher bringen.

Kokosnuss, ein Produkt der Natur, wird schon seit Jahren in unseren Aquarien für Höhlen verwendet. Dabei kann man sie teuer im Fachgeschäft erstehen oder man macht sich selbst an die Arbeit.

Ich mache es meist selbst. Dazu suche ich mir im Lebensmittelhandel die für meine Zwecke geeigneten Größen aus. Wichtig ist das die gekauften Kokosnüsse keinerlei Risse haben, sonst kann das Vorhaben (wie unten dargestellt) schnell in die Hose gehen.

Als Werkzeuge verwende ich eine Pucksäge, ein Taschenmesser, entsprechend große Locheisen, ein Akkuschrauber incl. 4 mm Eisenbohrer und eine kleine Halbrundfeile. Natürlich dürfen zwei Schüsseln nicht fehlen.

Nun geht es ans Werk. Hierfür wird mittels der Pucksäge die Kokosnuss an der vorgesehenen Stelle angesägt. Dabei ist darauf zu achten das man nicht tiefer als die Sägeblattstärke sägt, um das schützende Nussfleisch nicht durch zu trennen.

Anschließend wird mit dem Taschenmesser in das Nussfleisch gestochen, die Kokosmilch in eine der Schüssel abgelassen und die Nuss an der Schnittstelle geteilt.

Nun nachdem beide Hälften leer sind, kann mit dem Ausbrechen des Kokosfleisches begonnen werden. Dazu schneide ich einen Keil von der Mitte der Nuss beginnend in das Kokosfleisch.

Die wird dann ausgebrochen. Weitere Schnitte mit dem Messer erleichtern das restliche ausbrechen. Wichtig beim Ausbrechen ist, das wir die Hebelwirkung immer in Richtung Nussfleisch tätigen und nicht zur Nussschale hin. Da die harte Nussschale sonst schnell reißen oder ausbrechen kann.

Nachdem wir nun das Nussfleisch komplett entfernt haben können wir an die vorgesehenen Löcher gehen. Dazu ritze ich mit einem entsprechend großem Locheisen den zukünftigen Höhleneingang an.

Und hier bzw. schon beim ausbrechen des Nussfleisches rächen sich kleine Risse, die wir beim Kauf der Nüsse übersehen oder gar akzeptiert haben. Mir zerplatze eine quer gesägte Hälfte.

Nun kommt der Akkuschrauber mit den 3mm Bohrer zum Einsatz. Wichtig, nehmt hier einen sehr kleinen Bohrer und macht sehr viele Löcher entlang der vorgezeichneten Linie. Dann sind später die Nacharbeiten mit der Feile etwas geringer.

Habt Ihr nun den Eingang gelöchert, wird dieser vorsichtig heraus gebrochen. Der anfallende Grat und die "zacken" der ehemaligen Bohrlöcher werden nun mit einer Halbrundfeile zu Leibe gerückt. Wenn Ihr hier versucht die Eingangslöcher nicht rund zu feilen, entsteht ein weit aus natürlicherer Eindruck.

Nach der Herstellung der nun fertigen Höhlen kann man diese nun noch ca. 2 Stunden kochen um somit vorhandene lose Faser zu entfernen und Gerbstoffe heraus zu lösen.

Ich hoffe Euch hat das lesen Spaß gemacht und Ihr versucht Euch mal selbst im Höhlenbau.

Dieser Beitrag ist ebenfalls in www.cichlidenwelt.de nachzulesen.
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